Unterwegs
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Südostasien

Am 03. Juni 2013 ging es auf eine Backpacking Tour Quer durch Südostasien. Geplant hatte ich (so gut) wie nichts. Kreditkarte, Impfungen, Medikamente, Hin- und Rückflug sowie mein Rucksack waren schon alles. Ein Hotel zu Beginn hatte ich nicht – aus dem Flieger aussteigen und los:

Tipp: Klicke auf die unten stehenden Ländernamen mit dem Plus (+)  und Minus (-) vorne

 

Thailand
 Thailand FlaggeThailand 

Tag 1:

Gut in Bangkok angekommen! An Sextouristen und dem damit verbundenen Ekel, bin ich jedoch nicht vorbei gekommen. Sprüche wie: „Ich bin hier rein geschlechtlich ähhhmm geschäftlich…“ oder „Ich bin wegen der verschiedenen Kult-Huren hier…“ blieben nicht erspart. Auch den ersten Dauerregen und Busfahrer mit nassen Füßen durfte ich erleben – Dafür sind wirklich alle super freundlich und hilfsbereit, das Chaos ist beeindruckend, genauso wie alle anderen Eindrucke von den örtlichen Lebensweisen.
PS: „Abgezogt“ wurde ich auch schon. Obwohl es normale Preise nach deutschen Verhältnissen wären. Alles im allen geht’s mir also gut!

Tag 2:

Der vom Reiseführer „Lonely Planet“ als älteste und bemerkenswerteste Nationalpark Thailands war für mich eher der Größte, den ich je sehen durfte.
Eine Reise dorthin & anschließend auch durch den Nationalpark lohnt sich – jedoch auch nur dann, wenn man einen Tourguide dabei hat. Dieser kann es bemerkenswert machen, da hat der Lonley Planet recht. Fast alle Tiere die ich entdeckt habe, wurden mir von Ihm gezeigt. Lek hat einfach ein unglaublich geschultes Auge, da er in Thailand aufgewachsen ist und diese Touren schon ewig macht. Affen, Schlangen, zig Insektenarten, Kamelione, Reh-ähnliche Tiere und vieles mehr konnten wir im Jungle entdecken. Wir, eine Truppe aus 6 Touris und 2 Tourguids.

Die Reise ging gut los!

Tag 3:

Ayutthaya, eine Stadt mit schönen Tempeln & viel Entdeckungsmöglichkeiten – so das Hören-Sagen. Mein Eindruck ist aber ein komplett anderer. Es ist die hässlichste Stadt die ich je gesehen habe, alles zerfallen, zerstört oder voller Dreck. Der Markt war so krass am stinken, dass ich es fast nicht ausgehalten habe. Naja, immerhin gab es einen Frisör, der mich zwar kein Wort verstanden hat, aber für 70 Bhat einen super Haarschnitt hinlegte, auch wenn es knapp über eine Stunde gedauert hat. Hab ihn gefragt, ob er das erste mal sei, dass er deutsche Haare schneidet. Er meinte ja & man hat seine Freude daran sichtlich gemerkt, das war gut. – vielleicht war es auch deshalb so lange. 🙂 Morgen bleibe ich auch noch hier & hoffe dann etwas anderes über diese Stadt sagen zu können.

Tag 4:

Nach einer super Nacht in einem, für mich empfundenen Luxushotel stand heute eine Tempeltour auf dem Plan. Erkenntnis: Ja, es gibt auch schöne Ecken in Ayutthaya. Viel besser als der Eindruck gestern. Seht selbst auf den Fotos. Zudem haben wir (zwei Engländer, eine Holländerin und ein Schweizer & Ich) heute eine Fähre genommen, da das Zentrum der Stadt ringsum von einem Fluss umgeben ist. Beim Einsteigen kam der Song aus Titanic „My Heart Will Go On“ obwohl dieses bootsähnliche-Gefährt garnicht dannach aussah. Heute Abend nehme ich einen Zug in der dritten Klasse Richtung Norden. Mal sehen wie das wird. Glaube totaler Horror, da ich dort schlafen muss und nicht wie alle anderen „Night-Train“-Fahrer ein Bett haben werde. We will see. Immerhin bin ich dann kein verwöhnter Deutscher, der sich einfach erste Klasse kauft.

Tag 5:

Die Erlebnistour mit dem Nachtzug dritter Klasse nach Chang Mai war erfolgreich.
Eingestiegen mit dem neu erworbenen Tagesrucksack für schlappe 17 Euro, fuhr ich nach Pitsaunlok (oder so ähnlich) und hatte direkt zu Beginn ein Highlight: Kein Sitzplatz, nicht ansatzweise ein Bett, aber dafür immer noch gut Laune. Nach ein paar Minuten zeigte mir der Kontrolleur einen reservierten Sitzplatz – besser gesagt „meinen Sitzplatz“. Davon wusste ich nichts und war deshalb umso glücklicher.
Die Fahrt verlief in einem ohrenbetäubendem Lärm: Alles klapperte bei dem Zug ohne deutschen Standard und alle 5 min (ungelogen!) wurden einem Essen und Trinken durch schreiende Verkäufer angeboten. Zudem war es wie immer heiß und schwül, und dass nur durch Fahrtwind –offene Fenster– zu kompensieren. Ergo: wenig Schlaf. Angekommen bin ich mit 3 Stunden Verspätung & trotz alledem Glücklich.
Eine super Erfahrung. Die Thais bei unserem Viersitzer sagten mir, sie nehmen jede Woche diesen Zug. Ich finde es gut, nicht die Touristenattraktion, den „Party-Nacht-Zug-erster-Klasse“, genommen zu haben, sondern etwas von dem Einheimischen Leben kennen gelernt zu haben.

Ausgestiegen in Pitsuanlok (oder so ähnlich) hatte ich kein Hotel, kein Hostel, nothing. Also Irrte ich um 4 Uhr Nachts durch die Straßen, auf der Suche nach einer Schlafmöglichkeit. Endlich die im Reiseführer beschriebene Loudge gefunden hieß es: kein Check-In today. Fuck! Also blieben folgende Optionen: 7 weitere Stunden durch die Gegend Irren, 3 Stunden auf den Bus warten, um morgen langweilige Tempel zu besichtigen oder 1 Stunde auf den Zug warten und Richtung Chang Mai weiterpendeln. Meine Wahl war der Zug Richtung Chang Mai.
Insgesamt 18 Stunden später: Well done! 🙂

PS: Der Ausstieg in Pitsuanlok (oder so ähnlich) hatte sogar eines zugute. Auf der nicht-existierenden Checkliste kann ich jetzt „einmal auf einem Nachtmarkt gewesen sein“ abhaken. Für mich ist es jedoch eine Straße, die Nachts um 4 in vollem Chaos und bestialischem Gestank versinkt, in der lebende sowie halb- und ganz-tote Tiere verkauft werden und selbst eingeborene Thais teilweise einen Mund- und Nasenschutz tragen müssen. Smog oder Gestank? – aufjedenfall echt heftig und ein Erlebnis!

Tag 7:

Heute habe ich wenig Worte von meinem Trip, da gestern so viel erzählt wurde.
– Habe mich mit Studienkollegen getroffen, Facebook macht es möglich, stark! Geile Erfindung.
– Morgen eine Elefantentour für 2200 Bhat gebucht – weiß nicht ob das günstig ist, hoffe! 🙂 Gut allemal!
– Hab eine Deutsche kennen gelernt, die hier seit 9 Monaten lebt und das wahrscheinlich für ein paar Jahre noch durchzieht – spannende Story, mit vielen Details geschmückt.
– Habe einen riesigen Sonntags-Markt gesehen, auf dem man so viel leckeres Essen vertilgen konnte, dass man nicht wusste wann Ende ist.
– Bin in einer Kneipe versackt. 3 Bier = fast betrunken. Vorm schlafen nochmal im Pool gebadet.

–> alles in allem ein perfekter Tag! 🙂

Grüüüße nach Deutschland. Vermiss euch.

PS: Überlegung ist ab nächster Woche Laos zu besichtigen. Dabei sollen die Touristengebiete weggelassen werden & auch Städte besucht werden, die nur über Flusswegen zu erreichen sind & in denen keine wirklichen Straßen existieren, geschweigedenn Strom und sonstiges. Mal sehen. Lukas, den ich am Bahnhof getroffen habe, sagte mir, dass es eine super Erfahrung sei.

Die Route:

Laos
Laos FlaggeLaos 

Vietnam
Vietnam FlaggeVietnam 

Kambodscha
Kambodscha FlaggeKambodscha

Indonesien
Indonesien FlaggeIndonesien

Text folgt

Singapur
Singapur FlaggeSingapur

Text folgt

 

Eine Auswahl an Bildern:

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  1. Pingback: Tipps für deine Südostasienreise | Dennis Schwarte

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