Unterwegs
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Jakobsweg

Auf gehts! 310+km Pilgern.

Am 5. Mai 2013 ging es los zu einer meiner tollsten Erlebnisse bisher. Ich sollte den Camino de Santiago von León aus in 14 Tagen zu Fuß bestreiten. 310km reiner Weg, plus abendliche Ausflüge und einige Abwege. Dabei durfte ich 20 verschiedene Nationalitäten und eine der bezaubernsten Gegenden Europas kennen lernen.
Schon immer hat der Jakobsweg verschiedenste Menschen begeistert, so heißt es. Abschließend kann ich sagen, die Aussage trifft auch auf mich zu.

Warum überhaupt? Weil er von
Tag 1 an begeistert!

Der erste Tag begann in León, nachdem ich eine 27 stündige Busfahrt in kauf genommen hatte und mich den ganzen Weg dorthin fragte: „warum machst du das hier überhaupt Dennis?„. Schnell wurde klar, dass die anderen Peregrinos (zu deutsch Pilgerer) so herzlich und mitreißend sind, dass bereits am ersten Tag meine Abenteuerlust geweckt wurde – und Das der Grund sein würde!

Alle peregrinos haben unterschiedliche Pilgergründe.

Das ist auch der Grund, warum ich direkt die anderen Mitpilgerer erwähne: sie habe ich am meisten geschätzt auf dem Camino (spanisch für Weg). Jeden Tag trifft man neue Leute mit super spannenden Geschichten. Ich glaube nirgendwo sonst wird so ausgelassen und frei geredet wie dort. Grund dafür ist bestimmt, dass einige Leute den Jakobsweg laufen, um nachher einen Neuanfang zu wagen und auf dem Weg alles verarbeiten möchten. Das steckt an und macht gute Laune – ob man es glaubt oder nicht – ob man ihn selber aus Spaß läuft oder mit traurigem Hintergrund. Zudem erfährt man enorm viel über andere Kulturen, ich alleine habe über 20 Nationalitäten kennen gelernt (auf dem vergleichsweise kurzen Weg). Vielleicht ist es aber auch die frische Luft und tägliche Bewegung, die einen positiv stimmen lässt. Möglicherweise auch, dass das Alter der Peregrinos keine Rolle spielt und man den einen Tag mit einem älteren Herren seinen Tagesmarsch bestreitet und den nächsten mit einer jüngeren Frau. Wahrscheinlich ist es aber auch die schöne Landschaft, die den Jakobsweg ausmacht. Das sollte jeder für sich selber entscheiden, genügend Gründe gibt es allemal.

Überall sind gelbe Pfeile. Verlaufen unmöglich

Echt beeindruckt war ich von den „gelben Pfeilen“ die entlang des ganzen Weges auf Häusern, Straßen, Schildern, Bäumen oder Mauern gemalt sind. Sich zu verlaufen auf dem Camino ist also schier unmöglich. Sogar die Hotels und Hostels haben für Pilgerer einen eigenen Namen: „Albergues“ – und diese gibt es überall. Also auch das Schlafen wird einem einfach gemacht.

Siehe auch:
Meine Tipps für deinen Jakobsweg

Die Frage ob man Fußprobleme vom Laufen bekommt, kann ich mit ja beantworten, muss aber sagen: Alles halb so schlimm! Meine Wanderschuhe die ich im Vorfeld für teuer Geld gekauft habe, hätte ich mir sogar besser gespart, denn es läuft sich (nach meinem Ermessen) einfacher in ganz normalen Turnschuhen, die man schon seit Jahren trägt! 😉

Buen Camino

Etappen:

  1. Leòn – San Martin
  2. San Martin – Astorga
  3. Astorga – Foncebadón
  4. Foncebadón – Ponferrada
  5. Ponferrada – Villafranca del Bierzo
  6. Villafranca del Bierzo – La Faba
  7. La Faba – Tricastela
  8. Tricastela – Sarria
  9. Sarria – Portomarin
  10. Portomarin – Ligonde
  11. Ligonde – Melide
  12. Melide – O Pedrouzo
  13. O Pedrouzo – Monte do Gozo
  14. Monte do Gozo – Santiago de Compostela
  15. bis  17. Santiago de Compostela – Kap Finisterre (das sogenannte „Ende der Welt“ – da dort nur noch das Meer kommt und man nicht weiterlaufen kann)

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  1. Pingback: Tipps für den Jakobsweg | Dennis Schwarte

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